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Die Zukunft gehört den Kreativen.

Was ist die IFOG Akademie? Was heißt IFOG? Warum Kommunikations-Design? Was ist Design? Warum kommunizieren? Und wie alt ist eigentlich Mark Zuckerberg? Im großen Sommerinterview geben die IFOG Akademieleiter Payam Rezvanian und Jörg Hennig Einblicke in das wilde und erfolgreiche Leben von Kreativen.

Warum ist Kommunikations-Design ein Zukunftsberuf?
Jörg Hennig: Weil sich Marken, Produkte und Dienstleistungen in einer sich immer stärker angleichenden Welt, mittelfristig bis langfristig nicht mehr ohne Kommunikation und Design differenzieren werden. Designer wurden lange Zeit auf hübsche und schöne Bilder reduziert. Heute und in Zukunft arbeiten sie an Prozessen und Lösungen. Denken wir an das BMW i-Projekt. Am Ende steht dort sicherlich ein von Ingenieuren gebauter i3 und i8. Nur ist das alles nichts ohne Kommunikations-Design.

Was genau ist nun kreativ?
Jörg Hennig: Grundsätzlich ist „kreativ“ immer das, was auf ungewöhnliche Weise überrascht. Kreativität sollte idealerweise eine gewisse Plastizität, also Vorstellungskraft haben. Nicht zuletzt heißt Kreativität auch einen Dialog zu beginnen. Also sind Assoziationsfreude, Perspektivwechsel und Grenzüberschreitung der Nährboden, ja die Grundlage für Kreativität.

Gibt es etwas, was Sie am Berufsbild „Kommunikations-Design“ kritisieren?
Hier zitiere ich Erik Spiekermann in seinem Interview zum neuen Apple iOS 7: „Das Hauptproblem von Kommunikations-Designern, Designern und Grafikern ist, dass sie nur sehen. Nicht lesen.“ Wir hier an der IFOG Akademie gehen seit unserer Übernahme der Akademieleitung einen konsequenten Weg zum modernen Kommunikations-Designer. Weg von Hübsch-Machern, hin zu Kommunikations- und Designberatern. Die auch noch ihr Handwerk verstehen.

Wie sieht so ein kreativer Entstehungsprozess aus?
Jörg Hennig: Wie gesagt, Assoziationsfreude, Perspektivwechsel und Grenzüberschreitung sind der Nährboden für Kreativität. Es setzt ein divergentes Denken voraus. Sprich: Eine Problemerkennung mit mehreren Lösungsmöglichkeiten. Und genau diese Lösungsmöglichkeiten muss man zulassen und forcieren. Dabei ist es nicht bedeutend, gleich die große Idee (Lösung) zu haben. Kleine, flüchtige Einfälle gepaart mit viel Inspiration und Leidenschaft sind wichtig und müssen festgehalten werden.

Warum an der IFOG Akademie studieren?
Jörg Hennig: Wir glauben an einen der wichtigsten Zukunftsberufe. Das steht bei uns schon an der Eingangstür: Die Zukunft gehört den Kreativen. Groß und jeden Tag sichtbar. Das spornt uns und die Studenten an. Wichtig ist, den Spaß am Studium und somit an seiner Arbeit zu haben. Wir vermitteln unsere Inhalte sehr praxisnah. Sicherlich wird viel gefordert, aber wir fördern auch sehr stark. Unser Ziel für die Studenten: Einen Top-Abschluss zu erreichen mit einem umfangreichen Netzwerk an Kontakten in die freie Wirtschaft, sowie die besten Agenturen und Designbüros, weltweit. Durch klein besetzte Semester können wir auf jeden einzelnen Studenten gut eingehen. Deshalb wird bei uns Wert auf den Menschen gelegt. Wir arbeiten an den Themen: Selbstdarstellung, Präsentation, Ich-als-Marke, Körpersprache, Kritikfähigkeit, Geschmacksempfinden und Inspiration.

Was heißt eigentlich „IFOG“?
Jörg Hennig: Institut für Fotografie und Gestaltung. Die IFOG Akademie gibt es nunmehr seit 30 Jahren und damals waren das die wichtigsten Schwerpunkte des Kommunikations-Designs. Viele haben uns eine Namensänderung bei der Übernahme der IFOG Akademie 2010 empfohlen. Na ja, als Marketingprofis wissen wir: Bad idea. Never change a winning team! Warum? Barack Obama gewinnt genau mit diesen zwei Stilelementen, Gestaltung und Fotografie, die anscheinend wichtigste Wahl dieses Planeten. Und das zweimal hintereinander. Word! Sollte jemand Zweifel an dieser These hegen: Recherche ist eine wichtige Aufgabe des Kommunikations-Designers, bitte auf dem Instagram-Kanal „Whitehouse“ und dem Facebook-Channel von Barack Obama etwas tiefer gehen!

Gibt es viele Anfragen?
Payam Rezvanian: Rein Zahlenmäßig gesprochen gibt es pro Jahr durchschnittlich 200 Bewerbungen auf insgesamt 40 Studienplätze. Wobei wir ein Semester bereits mit 10 Studenten schließen.
Jörg Hennig: Quantität ist mir nicht wichtig. Ich setze im Bewerbungsprozess auf Qualität. Die IFOG Akademie ist eine Marke und die lebt von ihren Produkten. Das bedeutet, wenn wir gute Absolventen haben, haben wir eine gute IFOG Akademie.

Wie läuft so ein Aufnahmeprozess in der Regel ab?
Jörg Hennig: Gute Bewerber haben mindestens eine gute Mappe. Aber vor allem müssen es gute Menschen sein. Uns ist es wichtig, dass wir die sozialen und interdisziplinären Eigenschaften auch im Aufnahmeprozess sehen und bewerten. Pep Guardiola ist sicherlich ein guter Trainer. Ich denke, er ist aber ein besonders guter Menschenversteher, Dialogpartner, Motivator und ein Mensch mit Überblick. Diese Eigenschaften kommen in unserer Gesellschaft einfach viel zu kurz.

Stimmt es, dass man als Kommunikationsdesigner wenig verdient?
Payam Rezvanian: Das kommt, wie bei so vielen Berufen, immer darauf an.
Jörg Hennig: Ich selber bin Kommunikations-Designer. Ich würde diesen Beruf nicht verfolgen, wenn ich für meine Leistungen nicht angemessen bezahlt werde. Nach knapp 15 Jahren Berufserfahrung bin ich immer noch der Meinung, dass die Arbeit des Designers, die geilste Berufung der Welt ist. Wenn man das spürt, ist das einer der höchsten Verdienste.

Irgendwas mit Medien macht jeder heutzutage. Warum trifft das nur bedingt auf dem Designbereich zu?
Payam Rezvanian: Design ist mehr als Medien. Sicherlich sind Medien ein wichtiges Tool, die auch designt werden müssen. Formell wie inhaltlich. Dennoch ist Design an sich mehr als nur die Befüllung von Werbeplätzen.

Was bedeutet Design für Sie?
Payam Rezvanian: Das ist eine recht schwierige Frage. Dennoch, Design mehr als nur schön machen. Design ist Haltung, Ausdruck, Kommunikation und Differenzierung in symbiotischer Wechselwirkung.

Was macht gutes Design aus?
Payam Rezvanian: Haltung, Ausdruck und Differenzierung und überraschend kommuniziert.

Wie hoch ist die Chance, direkt nach dem Studium einen Job zu bekommen?
Payam Rezvanian: Das hängt zum einen davon ab, wie gut Ihre Mappe ist. Zum anderen, was Sie als Person auszeichnet und wie Sie wirken. Die Mappe ist für Absolventen der IFOG Akademie in der Regel die kleinere Herausforderung. Schließlich kann man aus einem Fundus an Projekten, Semesterarbeiten und nicht zuletzt der Diplomarbeit wählen. Was Sie als Person auszeichnet und wie Sie wirken hängt natürlich stark von Ihnen selbst ab. Hier unterstützen wir natürlich soweit es geht.
Jörg Hennig: Ein Beispiel: Eine Studentin bekommt einen Platz im IFOG Praxissemester in einer unserer Partneragenturen. Sie arbeitet weiterhin im Diplomsemester halbtags in dieser Agentur. Kurz vor ihrer Diplomabnahme erhält sie eine Festanstellung.

Gibt es wichtige Eigenschaften, um als Designer erfolgreich zu sein?
Payam Rezvanian: Oh ja, die gibt es in der Tat. Wissenshunger, Offenheit und Neugierde gehören ebenso dazu, wie Talent und handwerkliches Können.
Jörg Hennig: Wichtig ist, dass einem die subjektive Beurteilung nicht im Weg steht. Die Eigenschaften, wie Inspiration, Dialog, Auffassungsgabe, Bedürfnisanalyse und Verrücktheit mit einem Zielgruppenverständnis sind essenziell. Weiterhin denke ich, man sollte bügeln können (lacht).

Sie beide sind noch verhältnismäßig jung. Wie wurden Sie Akademieleiter?
Payam Rezvanian: Das ist eine recht ungewöhnliche Geschichte. Ich versuche mich kurz zu halten: Hans W. Schultze, der Akademiegründer wollte sich mit seinen damaligen 65 Jahren mehr um persönliche Dinge kümmern und beruflich etwas kürzer treten. Zu dieser Zeit dozierte ich bereits an der Akademie und verantwortete den Fachbereich Marketing. Jörg Hennig ist selbst ein IFOG Akademie Alumnus. Überdies verdienten wir uns unsere fachlichen und Management-Sporen als Agenturgeschäftsführer bereits 6 Jahre lang. Da lag es sehr nahe, dass wir die IFOG Akademie ab 2010 vollumfänglich leiteten und Hans Schultze sich nunmehr seinen privaten Interessen widmete. Insgesamt sind wir sehr froh über diesen Schritt, da wir sichtbar und spürbar frischen Wind in die IFOG Akademie brachten.
Jörg Hennig: Also ich bin 7 Jahre älter als Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook. Die Frage ist immer, was man daraus macht.

Agentur und Akademie: Geht das denn überhaupt?
Payam Rezvanian: Das geht sogar sehr gut. Es hat sogar einen unschlagbaren Vorteil: Wir verbinden das Know-How und die Anforderungen aus der realen Arbeitswelt des Kommunikations-Design mit den theoretischen Grundlagen. Davon profitieren die Studenten von erster Stunde an. Darüber hinaus greifen wir gerne auf unser großes Dozenten-Netzwerk zurück und sind erster Ansprechpartner für viele kollegiale Agenturen und Designbüros, wenn es um darum geht, neue, passende Mitarbeiter zu finden. Ein weiterer großer Pluspunkt für die IFOG Studenten, was sich bereits im Praxissemester zeigt.

Was bedeutet das genau?
Payam Rezvanian: Im Praxissemester machen die IFOG Studenten im realen Arbeitsleben halt. Natürlich schauen wir hier, dass wir unsere Schützlinge bei namhaften, renommierten Adressen unterbekommen. So waren unsere Studenten bereits im Bureau Mirko Borsche, bei Zeichen & Wunder, bei C100, bei THE HYPHE, bei der CDM Munich, bei Münchner Zeitungs Verlage (TZ, Merkur etc.) und bei internationalen Fotografen anzutreffen. Selbstverständlich haben sie in dieser Zeit neben Wissen wertvolle Kontakte geknüpft. Bei vielen von Ihnen geht es danach nahtlos weiter, parallel zum Studium. Das gibt es in dieser Form nur so an der IFOG Akademie.